Für Südtirols Wirtschaft – im Dienst der Innovation

Die Business Location Südtirol (BLS) hat die Aufgabe, Südtirols Innovationstreibern ein gemeinsames Zuhause zu geben. Als Bauherr für den NOI Techpark Südtirol/Alto Adige betreut sie die Planung, Ausschreibung und Verwirklichung des größten Innovationszentrums Südtirols auf dem ehemaligen Alumix-Gelände in Bozen Süd. Sie entwickelt im Auftrag der Landesregierung das rund 12 Hektar große Areal und ist Ansprechpartnerin für Unternehmen und Institutionen, die sich im Techpark einmieten oder ansiedeln wollen.

Von 2009 bis 2015 war die BLS Südtirols Standortagentur und trug als solche entscheidend zur wirtschaftlichen Entwicklung Südtirols als Wirtschaftsstandort bei.

Entwicklungstreiber und Filmpionier: die Geschichte der BLS

2009–2015: Südtirols Standortagentur

Seit ihrem Tätigkeitsbeginn im Jahr 2009 ist die BLS ein engagierter Entwicklungsmotor für Südtirols Wirtschaft. Bis zum 31.12.2015 war sie Kompetenz- und Servicestelle für Standort und Gewerbegebiete, hat den Filmstandort Südtirol entwickelt, den Filmförderfonds verwaltet und Südtirol im In- und Ausland als attraktiven Wirtschaftsstandort und Lebensraum beworben.

Diese Mission gliederte sich in sechs Aufgabenbereiche:

Investieren in Südtirol: Standortwerbung und Services für Unternehmen
Standortsuche & Gewerbegebiete: zentrale Kompetenzstelle
Film in Südtirol: Filmförderung, Produktionsservice und Standortentwicklung
Leben & Arbeiten in Südtirol: Standortwerbung und Services für Fachkräfte
Green Mobility: Förderung des umweltfreundlichen Nahverkehrs
NOI Techpark Südtirol/Alto Adige: Planung, Positionierung und Marketing

Mehrsprachig, innovativ, unternehmensfreundlich: Südtirol als Wirtschaftsstandort zu bewerben war eine der zentralen Aufgaben der BLS. In sieben Jahren Tätigkeit ist es gelungen, Südtirol im deutschsprachigen Ausland als attraktiven „Brückenstandort“ zwischen Nord und Süd zu etablieren, innovative Unternehmen ins Land zu holen und diese bei der Ansiedlung kompetent zu betreuen. In Italien konnte die BLS das Land erfolgreich als „Green Region Italiens“ positionieren: acht von zehn italienischen Unternehmen kennen Südtirol als wichtigsten Standort für Unternehmen im Sektor der erneuerbaren Energien.

Fast 500 lokale und internationale Unternehmen, aber auch 90 Südtiroler Gemeinden hat die BLS in Standortfragen betreut. Zu diesem Zweck koordinierte die BLS öffentliche Investitionen in Gewerbegebieten, Förderungen an Unternehmen für den Ankauf von Flächen und Finanzierungen an Gemeinden für Erschließungen: eine Gesamtinvestition von über 125 Millionen Euro zugunsten von Unternehmen und Infrastrukturen. Zudem entstand eine einzigartige Datenbank für Gewerbeimmobilien mit etwa 600 Objekten, die für Unternehmen die Suche nach dem idealen Standort erleichtert.

Die BLS hat mit ihrem Förderfonds, jährlich mit 5 Millionen Euro dotiert, etwa 150 Film- und Fernsehproduktionen aus dem In- und Ausland nach Südtirol geholt und diese im Vorfeld, während und nach Abschluss der Dreharbeiten betreut. Dies hat einen Territorialeffekt (Ausgaben im Land) von etwa 38 Millionen Euro erzeugt. Wesentlich zum Aufbau des „Filmlands Südtirol“ beigetragen haben auch die vielen Maßnahmen der BLS zur Standortentwicklung – von Bildungsprogrammen bis zu einem Berufsverzeichnis von mehr als 500 Filmschaffenden.

Dank spannender Jobs – etwa in den Kernbranchen der Alpinen Technologien und der erneuerbaren Energien – und wegen der hohen Lebensqualität ist Südtirol ein ideales Habitat zum Leben und Arbeiten für hoch qualifiziertes Personal aus dem In- und Ausland. Die BLS hat sich aktiv dafür eingesetzt, Fachkräfte ins Land zu holen, sie beim Einstieg zu betreuen und mit lokalen Unternehmen zu vernetzen, etwa durch die BLS Recruiting Events mit etwa 650 teilnehmenden High Potentials.ert.

Südtirol bewegt sich „grün“. Um den öffentlichen Nahverkehr im Land zu fördern und noch klimafreundlicher zu machen, leitete die BLS zahlreiche Initiativen für „Green Mobility“. Mit der „Roadmap Smart Alpine Mobility“ lancierte sie eine Strategie, die Südtirol zur Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität machen soll. Seit 2013 wird jedes Jahr mit einer Roadshow im ganzen Land die Elektromobilität beworben. Und beim 2014 von der BLS initiierten jährlichen Südtiroler Fahrradwettbewerb haben über 2.600 Teilnehmer fast 2,5 Millionen Kilometer radelnd zurückgelegt.

Schon von Beginn an war die BLS in die strategische Entwicklung des Technologieparks eingebunden. 2012 übertrug ihr die Landesregierung die Planung und Bebauung. Die BLS betreute in Folge direkt die Entwicklung, Ausschreibung und Verwirklichung der ersten Baulose auf dem Areal der ehemaligen Aluminiumfabrik Alumix in Bozen Süd. Zudem hat die BLS gemeinsam mit Partnerinstitutionen die strategische Positionierung und das Konzept „NOI – Nature of Innovation“ entwickelt.

2016: Fusion und Neuorientierung

Seit dem 1. Januar 2016 sind vier Gesellschaften des Landes Südtirol zu einer einzigen fusioniert: Aus BLS (Business Location Südtirol), SMG (Südtirol Marketing), TIS innovation park sowie EOS (Export Organisation Südtirol) wurde die gemeinsame Gesellschaft IDM Südtirol – Alto Adige. Ein Großteil der Funktionen der bisherigen Gesellschaften sind in die drei Säulen der IDM – Innovation, Development, Marketing – eingeflossen. Die BLS hat im Zuge der Fusion einen großen Teil ihrer Aufgaben an IDM Südtirol und an andere öffentliche Gesellschaften bzw. Landesämter abgegeben und ist seit Jahresbeginn 2016 ausschließlich für Planung, Bau und Entwicklung des NOI Techpark zuständig.