Die Bauarbeiten: Wie der NOI Techpark entsteht

Der NOI Techpark Südtirol/Alto Adige entsteht schrittweise, in verschiedenen Planungs- und Bauphasen. Ein Teil des Areals wird von der öffentlichen Hand bebaut, andere Flächen stehen privaten Bauinitiativen zur Verfügung.

Zeitplan

In der ersten Phase von 2015 bis 2018 baut bzw. saniert die BLS als Bauherr im Auftrag der Südtiroler Landesregierung zunächst die zentralen Bereiche des Areals: den Eingangsbereich mit Park, die beiden Zentralgebäude (die denkmalgeschützten ehemaligen Transformatorenhäuser), den Neubau Black Monolith und das erste Erweiterungsmodul, wo die ersten Unternehmen und das Speziallabor Klimasimulator Platz finden.

Das Projekt für den NOI Techpark ist so angelegt, dass viel Raum für Zukunft bleibt: In weiteren Phasen werden in den kommenden Jahren noch weitere Teile des Areals bebaut und umgestaltet, vorzugsweise von privaten Bauträgern.

Der erste Teil des Technologieparks, der neben dem Betreiber verschiedene Forschungsinstitute, die Universität Bozen, Labors und ein Gründerzentrum beherbergt, ist ab Jahresende 2017 bezugsfertig. Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Ziel des Bauvorhabens: Südtirols Technologiepark ist fast zu 100 Prozent klimaneutral. Alle Neubauten werden nach dem europäischen Standard für „Nearly Zero Energy Buildings“ und nach lokalen KlimaHaus-Standards zertifiziert; der gesamte NOI Techpark entspricht dem internationalen LEED-Standard (Leadership in Energy and Environmental Design).

Zentralgebäude 1, Black Monolith und Grünanlagen
Zentralgebäude 2
Laborgebäude „D1“ mit Speziallabor Klimasimulator
Speedline-Halle

Schon beim Betreten des NOI Techpark durch den Haupteingang bietet das Zentralgebäude 1 den ersten imposanten Blickfang. Die Fassade der ehemaligen Transformatorenhalle im Bauhausstil wurde behutsam saniert, das Gebäude wurde ausgehöhlt und bekommt ein neues Innenleben mit Büros, Labors, Werkstätten und Gemeinschaftsräumen.

Nicht weniger beeindruckend zeigt sich der Zubau zum Zentralgebäude 1, ein Neubau, der den treffenden Namen Black Monolith trägt. Dieser „liegende Riese“ mit seiner emporstrebenden Form – entworfen von Chapman Taylor (Mailand) und CL&AA Claudio Lucchin & architetti associati (Bozen) – symbolisiert das Streben nach Innovation. Seine geometrische Form erinnert an die Strenge des Rationalismus, die schwarze Fassade aus Aluminiumschaum an die Geschichte des Areals.

Gleichzeitig mit den beiden zentralen Gebäuden des NOI Techpark entsteht auch der große Park im Eingangsbereich. Eine „grüne Lunge“, die nicht nur jenen offensteht, die im Technologiepark arbeiten, sondern der Allgemeinheit – mit Platz für Veranstaltungen und Aufführungen, mit Ruhezonen und mit ausgestatteten Arbeitsplätzen im Freien.

Auch die Einrichtungen für die Gastronomie werden in der ersten Bauphase errichtet: Den Nutzern des NOI Techpark stehen im Areal selbst ab der Eröffnung im Herbst 2017 ein Restaurant, ein Lounge-Café zum Entspannen und Arbeiten und ein Shop mit Südtiroler Naturprodukten zur Verfügung. Im Eingangsgebäude, das den Infopoint für Interessierte beherbergt, entsteht in einer frühen Bauphase auch eine Kindertagesstätte für die Beschäftigten des Technologieparks und der umliegenden Betriebe. Teil der ersten Bauphase ist schließlich auch der Bau der Tiefgarage.


Auf einen Blick

  • Bauvolumen: 59.000 m³ (Zentralgebäude 1), 56.000 m³ (Black Monolith), 4.000 m³ (Kita & Infopoint)
  • Baubeginn: 30.03.2015
  • Bauende: Herbst 2017
  • Baukosten: 29,97 Mio. Euro
  • Planer: ATI Chapman Taylor (MI) mit Studio Lucchin (BZ), Cattacin (BZ) und Fachplanern Bergmeister (BZ), Manens (VE)
  • Ausführende Unternehmen: ATI Volcan mit Bettiol, Metall Ritten, Damiani Holz&Ko

Die ehemalige Transformatorenhalle „Bolzano 2“ – sozusagen der jüngere Zwilling der ersten Halle – wird als eigenes Baulos zum Zentralgebäude 2 des NOI Techpark. Auch hier entsteht im ausgehöhlten Inneren ein neuer Kern aus Glas, Holz und Stahl mit Labors, Konferenzräumen, Büros und viel Freiraum für Forschung, Austausch und Inspiration.

Auf einen Blick

  • Bauvolumen: 57.000 m³
  • Baubeginn: 16.02.2016
  • Bauende: Jahresende 2017
  • Baukosten: 16,38 Mio. Euro
  • Planer: ATI Chapman Taylor (MI) mit Studio Lucchin (BZ), Cattacin (BZ) und Fachplanern Bergmeister (BZ), Manens (VE)
  • Ausführende Unternehmen: ATI Bettiol mit Lares Restauri

Das erste Erweiterungsmodul, das im NOI Techpark schon in der ersten Entstehungsphase bebaut wird, schließt wie ein neues Puzzleteil an den Black Monolith an. In dieses Laborgebäude „D1“ ziehen nach der Fertigstellung sowohl Forschungsinstitute als auch private Unternehmen und öffentliche Ausbildungseinrichtungen ein: Beispielsweise werden die Unternehmen Senfter Holding AG aus Südtirol und die international tätige, renommierte Maccaferri SpA aus Bologna sowie rund 15 weitere Unternehmen ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeit hierher verlegen.

Herzstück dieses Moduls ist ein international einzigartiges Spitzenlabor: der Extreme Environment Simulator. Dieses Klimalabor der Europäischen Akademie EURAC ermöglicht es, Materialien und Prozesse unter extremen klimatischen Bedingungen zu testen: von der Haltbarkeit von Lebensmitteln über die Resistenz von Sportausrüstung bis zur Reaktion von Fassadenelementen auf widrige Bedingungen. Ein Labor, das daher Forscher und Unternehmen aus verschiedensten Branchen interessiert. Dieses Modul und mit ihm das Labor werden Ende 2018 in Betrieb genommen.

Auf einen Blick

  • Bauvolumen: 35.000 m³
  • Baubeginn: voraussichtlich 2017
  • Bauende: voraussichtlich 2018
  • Baukosten: 14,99 Mio. Euro (+ ca. 4,13 Mio. Euro für Speziallabor Klimasimulator)
  • Planer: ATI Simmerle mit Studios Baubüro, Psenner B., Industrieteam, Glass Facade Engineering

Teil der ersten Bauphase für Südtirols Technologiepark ist auch die Renovierung der Halle, die bisher Teil des Unternehmens Speedline war. Das Gebäude steht im südlichen Teil des Areals (während sich die Zentralgebäude im nördlichen Teil befinden) und wird nach Abschluss der Arbeiten für temporäre öffentliche und private Labors genutzt, etwa von der Freien Universität Bozen: Beispielsweise wird die Fakultät für Agrarwissenschaften hier einen Windkanal nutzen und Motorentests sowie Stabilitätsversuche für Landmaschinen durchführen.

Auf einen Blick

  • Baubeginn: August 2016
  • Bauende: Dezember 2016
  • Baukosten: 700.000 Euro
  • Planer: en.ar[tec] Vahrn