NOI Techpark Südtirol/Alto Adige: Nature of Innovation

In Bozen Süd entsteht auf dem 12 Hektar großen Areal einer ehemaligen Aluminiumfabrik der NOI Techpark. Südtirols Technologiepark bündelt die Innovationskraft des Landes, konzentriert Forschung und generiert spezifisches Know-how, vernetzt kluge Köpfe international und wird so zum Motor für Südtirols wirtschaftliche Entwicklung.

Der NOI Techpark: Südtirols Innovationszentrum

Das Innovationspotenzial des Landes stärken, lokale Unternehmen in Forschung und Entwicklung fördern, Südtirols Wirtschaft stärker international vernetzen, attraktive Arbeitsplätze schaffen und hoch qualifizierte Fachkräfte anziehen: Diese Ziele verfolgt das Land Südtirol für seine zukünftige wirtschaftliche Entwicklung.

Herzstück dieser Strategie ist der NOI Techpark Südtirol/Alto Adige: ein Innovationszentrum, das große und kleine Unternehmen, Start-ups und Forschungsinstitute miteinander vernetzt und Platz für Spitzenforschung sowie für innovative Unternehmen bietet.

Der Fokus liegt dabei auf jenen Exzellenzbereichen, in denen Südtirol internationaler Vorreiter ist:

  • Alpine Technologien
  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
  • Lebensmitteltechnologien
  • ICT & Automation

In diesen Bereichen werden Forscher, Studierende und Unternehmer zusammen an Innovationen tüfteln. Dafür entstehen voll ausgestattete State-of-the-Art-Labors und -Werkstätten. Unternehmen können diese Infrastrukturen und verschiedene Innovationsservices für sich nutzen, werden damit Teil des NOI-Netzwerks und profitieren vom Know-how- und Technologietransfer zwischen Forschung und Wirtschaft.

Daneben haben Unternehmen die Möglichkeit, Labors und Betriebsräume anzumieten oder sich fest im Technologiepark anzusiedeln. So wächst der NOI Techpark mit seinen Nutzern.

Das Innovationskonzept: Nature of Innovation

Die Natur selbst ist der größte Innovator. Sie erneuert sich laufend und passt sich an, manchmal schnell und explosionsartig, manchmal langsam und stetig. Das Innovationskonzept „Nature of Innovation“ meint genau das: Innovation nach dem Vorbild der Natur. Auf diesem Konzept wird die Arbeit im NOI Techpark basieren, wo Forschungsinstitute, Unternehmen und Start-ups aus Südtirol und aus der ganzen Welt zusammenwirken und ihre Zukunftsfähigkeit steigern.

Vertreter aus Südtirols Wirtschaft und Forschung haben gemeinsam mit der BLS und dem TIS innovation park die Positionierung „Nature of Innovation“ entwickelt. Ihre Abkürzung ergibt den Namen des Technologieparks NOI. Ein Name, der auch die Besonderheit Südtirols widerspiegelt: Je nach Aussprache klingt NOI wie das italienische Wort für „wir“ oder wie das südtirolerische Dialektwort für „neu“.

Das NOI-Areal: von der Schwerindustrie zur Innovationsfabrik

Der NOI Techpark entsteht auf dem Gelände der 1937 errichteten ehemaligen Aluminiumfabrik Montecatini im Gewerbegebiet Bozen Süd, seit den 1990er-Jahren unter dem Namen „Alumix“ bekannt. Es ist ein historisch bedeutender und politisch brisanter Ort, der ein wichtiges Kapitel der Industriegeschichte Südtirols geschrieben hat. Die Fabrik zeugt von der Strategie des faschistischen Regimes unter Benito Mussolini, Südtirol zu industrialisieren und das Land durch die Umsiedlung italienischer Arbeiter zu italianisieren.

Zwischen 1937 und 1940 wich die Kulturlandschaft südlich der Landeshauptstadt Bozen mit ihren ausgedehnten Obstwiesen dem Bau der riesigen Fabrik. Während des Zweiten Weltkriegs produzierten hier 1.700 Arbeiter zwei Drittel des gesamten Aluminiums Italiens. Die Aluminiumschmelze verschlang Unmengen Strom, der von umliegenden Kraftwerken zu den zwei großen Transformatorenhallen der Fabrik floss.

Die monumentalen Kopfgebäude „Bolzano 1“ und „Bolzano 2“, in denen einst die Transformatoren standen, sind im rationalistischen Bauhausstil der 1930er-Jahre erbaut und stehen heute wegen ihrer architektonischen Bedeutung unter Denkmalschutz. „Bolzano 1“ wurde 2008 für die Kunstbiennale Manifesta 7 restauriert und war seither mehrmals Schauplatz kultureller Veranstaltungen.

Die Geschichte des Areals:


Normative Grundlagen

Durchführungsplan

Raumprogrammbeschluss

Zweckbindung